Praxis & Medizin

Haare färben und Krebsrisiko

Wie riskant sind Haarfärbemittel?

Die internationale Krebsagentur stuft die berufliche Exposition gegenüber permanenten Haarfärbemitteln als möglicherweise krebserregend ein.
Wie riskant ist die private Anwendung?

Zu dieser Frage hat ein US-amerikanisches Forscherteam 13 prospektive Kohortenstudien und 83 Fall-Kontroll-Studien in einer systematischen Übersichtsarbeit analysiert.
Besonders deutlich war der Zusammenhang zwischen der Anwendung von Haarfärbemitteln und Brustkrebs. Ein erhöhtes Risiko hatten vor allem Afroamerikanerinnen und Frauen, die sich schon im Alter von 20-29 Jahren oder sehr regelmäßig die Haare färbten.

Auch Blutkrebserkrankungen wie chronische lymphatische Leukämie oder Non-Hodgkin-Lymphome traten häufiger auf, vor allem bei Personen, die jahrzehntelang färbten, dunkle Farben bevorzugten und früher Färbemittel mit inzwischen verbotenen, krebserregenden Inhaltsstoffen verwendet hatten

Studien zu Blasenkrebs ergaben uneinheitliche Ergebnisse. Das Risiko durch Haarfärbemittel schien bei bestimmten genetischen Varianten erhöht zu sein. Einzelne Studien deuteten auf eine mögliche Verbindung zu Melanomen, Prostata- und Ovarialkarzinomen, sowie Gliomen und Glioblastomen hin (Hirntumore).

Fazit: Häufiges Haarefärben könnte das Krebsrisiko erhöhen.

Quelle: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2666328725001403

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Dr. med. Andreas Asch, Ihr Hausarzt in Stuttgart
Facharzt für Allgemeinmedizin