Praxis & Medizin

Koffein als Demenzschutz

Geringeres Demenzrisiko durch koffeinhaltige Getränke

In einer prospektiven Analyse der “Nurses Health Study” und der “Health Professionals Follow-up Study” wurde der Zusammenhang zwischen dem Konsum von koffeinhaltigem Kaffee bzw. Tee und Demenz untersucht.
131821 Personen wurden über mehr als 40 Jahre begleitet, 11033 entwickelten eine Demenz. Sowohl die Ernährungsgewohnheiten als auch der kognitive Status wurden wiederholt erhoben, Vorerkrankte und Personen mit unplausiblen Angaben wurden ausgeschlossen.

Im Vergleich des höchsten mit dem niedrigsten Konsumquartil an koffeinhaltigen Getränken zeigte sich ein signifikant niedrigeres Auftreten von Demenz (141 gegen 330 Fälle pro 100000 Personenjahre). Auch subjektive kognitive Beeinträchtigungen traten seltener auf. Koffeinfreie Getränke zeigten keinen Effekt, mittels multivarianter Modelle wurden demographische und lebensstilbezogene Faktoren berücksichtigt.

Mögliche Mechanismen könnten eine Reduktion vom ß-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn, entzündungsreduzierende Effekte sowie Einflüsse auf die Insulinsensitivität und oxidativen Stress sein. Laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sind die Zusammenhänge plausibel, es wird jedoch auf das Fehlen der randomisierten Evidenz hingewiesen.

Fazit: Der Konsum koffeinhaltiger Getränke senkt möglicherweise das Demenzrisiko.

Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41661604/

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Dr. med. Andreas Asch, Ihr Hausarzt in Stuttgart
Facharzt für Allgemeinmedizin