Verschiedene Metaanalysen erlauben die Annahme, daß der Konsum von Koffein allgemein das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht erhöht. Allerdings wurde oft vermutet, dass Koffein das Auftreten von Herzrhythmusstörungen begünstige.
In einer randomisierten Studie ( hier offene Vergleichsstudie) wurde untersucht, ob der Konsum von Kaffee bei bei Personen, deren Vorhofflimmern durch Kardioversion erfolgreich behoben worden war, das Risiko für ein erneutes Auftreten der Rhythmusstörung beeinflusst.
200 Probanden wurden nach erfolgreicher Kardioversion eines Vorhofflimmerns in 2 Gruppen eingeteilt: eine Gruppe sollte wie gewohnt Kaffe trinken (mindestens 1 Tasse täglich). Die andere Gruppe sollte vollständig auf den Konsum koffeinhaltiger Getränke verzichten.
Nach 1, 3 und 6 Monaten erfolgten Befragungen und Untersuchungen. Primärer Endpunkt war der nachgewiesene Rückfall eines Vorhofflimmerns oder Vorhofflatterns mit einer Dauer von mindestens 30 Sekunden.
Diejenigen Personen, die koffeinhaltigen Kaffe tranken, hatten ein kleineres Risiko für ein Vorhofflimmern-Rezidiv (47% innerhalb von sechs Monaten). Die Koffeinabstinenten hatten ein signifikant höheres Risiko (64%).
Fazit: Der Konsum von Koffein erhöht nicht die Häufigkeit von Vorhofflimmern.
Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41206802/
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Dr. med. Andreas Asch, Ihr Hausarzt in Stuttgart
Facharzt für Allgemeinmedizin
