Praxis & Medizin

Bauchumfang als Risiko

Taille-Hüfte-Verhältnis schlägt BMI

Weltweit steigt die Häufigkeit von Adipositas (Fettleibigkeit) und damit das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem der KHK (koronare Herzerkrankung). Neben dem Body-Mass-Index (BMI) gilt auch der Bauchumfang als wichtige Kenngröße in der Risikoabschätzung.

Forscher der Universität Oxford werteten die Daten von etwa 480 000 Patienten zwischen 40 und 69 Jahren der UK Biobank in einem Follow-up von 7 Jahren aus.
Bestätigt wurde ein steigendes Herz-Kreislauf-Risiko mit zunehmendem BMI bei beiden Geschlechtern.
Das Taille-Hüfte-Verhältnis (und damit ein größerer Bauchumfang) war jedoch bei Frauen ein um 18% stärkerer Prognosefaktor für Herzinfarkt als ein hoher BMI, bei den Männern um 6%.
Offensichtlich spielt die Fettverteilung (viscerales Fett, im Bauchraum = Apfeltyp  -  peripheres Fett, Oberschenkel,Gesäß = Birnentyp) eine große Rolle.

Fazit: Je weniger Fett im Bauchraum, desto geringer das Risiko für Herzerkrankungen.

https://www.ahajournals.org/doi/pdf/10.1161/JAHA.117.008507

Für Ihre Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Dr. med. Andreas Asch, Ihr Hausarzt in Stuttgart
Facharzt für Allgemeinmedizin

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