Praxis & Medizin

Schlafdauer und Demenzrisiko

Schützt Nachholschlaf am Wochenende?

Wenig Schlaf erhöht das Demenzrisiko.

Ein Forscherteam hat mit Daten aus der UK Biobank untersucht, ob Nachholschlaf am Wochenende das Demenzrisiko reduzieren kann.

Untersucht wurden die Daten von 88592 Personen, die am Studienbeginn weder Anzeichen einer Demenz noch ein auffälliges Schlafverhalten aufwiesen.
In der Nachbeobachtungszeit von median 6,8 Jahren entwickelten 735 Personen (0,83%) eine Demenz, davon 308 eine Alzheimer Demenz (AD), 137 eine vaskuläre Demenz (VaD), und 319 eine sonstige Demenz.

Insgesamt war das Demenzrisiko am niedrigsten bei einer wochentäglichen Schlafdauer von median 8,38 Stunden. Zur Risikosenkung für AD schienen 8,33 Stunden optimal zu sein, zur Vermeidung einer VaD 9,07 Stunden.

Für diejenigen, die unter der Woche kürzer als der Durchschnitt schliefen, war ein längerer Nachholschlaf am Wochenende mit einem signifikant reduzierten Risiko für Demenz jeder Ursache sowie VaD verbunden. Für die Alzheimer Demenz zeigte sich jedoch kein Zusammenhang.

Die Ergebnissen legten den Schluss nahe, dass Nachholschlaf am Wochenende die negativen Effekte von zu wenig Schlaf unter der Woche teilweise kompensieren kann. Eine knappe Stunde mehr würde bereits ausreichen.

Fazit: Nachholschlaf am Wochenende kann das Demenzrisiko reduzieren.

Quelle: https://www.emjreviews.com/neurology/news/weekend-recovery-sleep-emerges-as-a-safeguard-for-cognitive-function/

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Dr. med. Andreas Asch, Ihr Hausarzt in Stuttgart
Facharzt für Allgemeinmedizin